Was sind versenkbare Poller?
Ein versenkbarer Poller ist ein vertikal bewegliches Sperrelement. Im abgesenkten Zustand befindet sich das Pollerrohr im Fundamentkasten beziehungsweise im dafür vorgesehenen Schacht und die Fahrspur kann überfahren werden. Beim Sperren fährt das Pollerrohr aus dem Boden und blockiert die Zufahrt.
Was gehört alles zu einem versenkbaren Poller?
Zum System gehören nicht nur das sichtbare Pollerrohr, sondern auch Führung, Fundament beziehungsweise Fundamentkasten, Antrieb, Entwässerung, Leitungsführung und, bei automatischen Anlagen, die Steuerung.
Gibt es elektrisch versenkbare Poller?
Bei automatisch versenkbaren Pollern setzen wir vor allem pneumatische und hydraulische Antriebe ein. Elektrische Antriebe werden aufgrund der IP-Schutzart nicht verwendet. Die Erfahrung zeigt, dass nach Jahren die IP-Schutzart bei elektrischen Antrieben nicht oder nur eingeschränkt gegeben ist.
Was ist der Unterschied zwischen pneumatischen und hydraulischen Pollern?
Bei pneumatischen Pollern bewegt Druckluft den Zylinder, zum Absenken wird die Luft kontrolliert abgelassen; im Poller selbst ist dadurch kein Hydrauliköl erforderlich. Bei hydraulischen Pollern wird die Bewegung über ein Hydrauliksystem erzeugt, je nach Baureihe integriert oder als Teil einer abgestimmten Technik- und Steuerungslösung.
Wofür eignen sich pneumatische Poller besonders?
Pneumatische Systeme eignen sich besonders für häufige Schaltvorgänge und reagieren schnell. Des Weiteren sind diese Poller insbesondere für Hochwassergebiete oder feuchte Böden geeignet. Dieses ist der hohen IP-Schutzart geschuldet.
Sind hydraulische Poller bei Frost geeignet?
Bei niedrigen Temperaturen werden Hydraulikmedium und gegebenenfalls Heizung bei der Auslegung berücksichtigt. Eine pauschale Aussage, hydraulische Poller seien grundsätzlich nur für wenige Bewegungen oder nicht für Frost geeignet, wäre deshalb falsch: Maßgeblich sind immer die technischen Daten der konkreten Baureihe.
Wie werden Bewegungen pro Tag gezählt?
Dabei zählt eine vollständige Bewegung jeweils als Ein- oder Ausfahrbewegung. Wird eine Zufahrt beispielsweise 20-mal geöffnet und anschließend wieder geschlossen, entstehen 40 Bewegungen. Für die Auslegung sollte nicht der Durchschnittstag, sondern die höchste realistische Belastung betrachtet werden.
Wie tief muss ein versenkbarer Poller eingebaut werden?
Die erforderliche Einbautiefe ist nicht bei allen versenkbaren Pollern gleich. Sie hängt von Hubhöhe, Antrieb und Fundamentkonstruktion ab. Beispiel HomeLine 600-PN: Der Fundamentkasten hat eine Einbauhöhe von rund 920 mm; hinzu kommt der erforderliche Unterbau beziehungsweise die Schotterschicht. Bei automatischen SecureLine-Ausführungen liegt die Gesamteinbautiefe je nach Variante beispielsweise bei rund 1.650 mm.
Was muss vor dem Einbau geprüft werden?
Vor der Auswahl sollten Leitungen, Kanäle, Grundwasser, Tiefgaragendecken und andere Bauwerke geprüft werden. Gerade bei begrenztem Bauraum kann die Einbautiefe die Produktauswahl entscheidend beeinflussen.
Wie viele versenkbare Poller lassen sich gemeinsam steuern?
Mehrere Poller können als gemeinsame Anlage betrieben werden. Die Steuerung wird passend zur Anzahl der Antriebe, zu den Sicherheitsfunktionen und zur gewünschten Bedienung ausgelegt. Eine pauschale maximale Pollerzahl je Steuerung ist für eine allgemeine Aussage nicht sinnvoll, weil sie von Baureihe, Steuerungsgeneration und Funktionsumfang abhängt.
Wie werden versenkbare Poller bedient?
Mögliche Bedienarten sind, abhängig vom Projekt, Funkhandsender, Taster oder Schlüsselschalter sowie angebundene Zutrittssysteme. Dazu gehören beispielsweise RFID beziehungsweise Transponder, Kennzeichenerkennung oder Phone Access. Bei größeren Anlagen können außerdem Ampeln, Radarsensoren, Laserscanner oder weitere Sicherheitskomponenten eingebunden werden.
Wie lange dauert der Einbau versenkbarer Poller?
Viele Anlagen können bei geeigneten Baustellenbedingungen innerhalb eines Arbeitstages gesetzt und montiert werden. Je nach Baureihe werden vorbereitete Fundamentkästen beziehungsweise abgestimmte Fundamentsysteme geliefert. Das reduziert Schalungs-, Bewehrungs- und Montageaufwand auf der Baustelle und verkürzt die Sperrzeit.
Welche Angaben werden für eine erste Einschätzung benötigt?
Für eine erste technische Einschätzung benötigen wir einen Lageplan oder Fotos, die ungefähre Durchfahrtsbreite, Angaben zu Belag und Untergrund, die erwartete Öffnungshäufigkeit sowie die gewünschte Bedienung. Bei erhöhtem Schutzbedarf sollte zusätzlich das Schutzziel beziehungsweise die geforderte Crashklasse angegeben werden.