Anti-Terror-Poller: geprüfter Zufahrtsschutz gegen Fahrzeugangriffe

Crashgeprüfte Fahrzeugsicherheitsbarrieren für Innenstädte, Veranstaltungen und kritische Infrastruktur. Mit nachgewiesener Anprallleistung des Gesamtsystems.

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Anti-Terror-Poller sichert die Zufahrt zu einem öffentlichen Gebäude

Was ist ein Anti-Terror-Poller?


Anti-Terror-Poller, fachlich präziser crashgeprüfte Fahrzeugsicherheitsbarrieren, sollen Menschen und schutzbedürftige Bereiche gegen unbefugtes oder gezielt beschleunigtes Einfahren schützen. Bei uns bildet dafür die SecureLine die Produktbasis. Entscheidend ist die im realen Anprallversuch nachgewiesene Leistung des Gesamtsystems aus Poller, Fundament und geprüfter Einbausituation.

Entscheidend ist der Crashtest-Nachweis des Gesamtsystems, nicht allein Durchmesser, Gewicht oder Optik.

Ein Anti-Terror-Poller ist eine Fahrzeugsicherheitsbarriere, deren Widerstand gegen einen definierten Fahrzeuganprall praktisch geprüft wurde. Im Test trifft ein reales Prüffahrzeug mit festgelegter Masse, Geschwindigkeit und Anprallwinkel auf das System. Gemessen wird unter anderem, wie weit das Fahrzeug die definierte Sperrlinie überschreitet.

Der Begriff „Anti-Terror-Poller“ wird im Markt häufig verwendet. In Planung und Ausschreibung sind Bezeichnungen wie Hochsicherheitspoller, Fahrzeugsicherheitsbarriere oder Zufahrtsschutz fachlich präziser. Bei uns gilt: Wenn Schutz gegen Fahrzeugangriffe gefordert ist, wird die SecureLine oder das BikeLine als Grundlage verwendet.

Anti-Terror-Poller sichern eine Zufahrt im öffentlichen Straßenraum

Warum sind offene Zufahrten ein Sicherheitsrisiko?


Öffentliche Räume, Veranstaltungsflächen, Fußgängerzonen, Behörden- und Gewerbeobjekte müssen häufig für Feuerwehr, Rettungsdienst, Lieferverkehr oder andere berechtigte Fahrzeuge erreichbar bleiben. Genau diese Durchfahrten können eine Lücke im Schutzkonzept bilden.

Deshalb wird nicht nur ein einzelner Poller betrachtet, sondern die komplette Sperrlinie mit Anfahrwegen, beweglichen Durchfahrten, festen Barrieren und den Schutzzielen hinter der Sperre. Entscheidend sind insbesondere mögliche Anfahrgeschwindigkeit, Schutzziel, zulässige Eindringtiefe und die Zahl der erforderlichen beweglichen Durchfahrten.

Reihe von Anti-Terror-Pollern vor einem öffentlichen Gebäude

Absperrpoller oder Anti-Terror-Poller: Wo liegt der Unterschied?


Ein normaler Absperr- oder Verkehrspoller dient in erster Linie der Verkehrslenkung und Zufahrtskontrolle. Ein crashgeprüfter Hochsicherheitspoller besitzt darüber hinaus einen dokumentierten Anprallnachweis für eine konkrete Systemkonfiguration.

Optisch können beide Systeme ähnlich aussehen. Maßgeblich sind deshalb der vollständige Prüfcode und das zugehörige Zertifikat. Für reine Parkraum- oder Verkehrsregelung sind Hochsicherheitspoller häufig nicht erforderlich; dafür stehen bei uns andere Produktlinien zur Verfügung.

Prüffahrzeug nach dem Anprallversuch an einem Anti-Terror-Poller

Welche Crashtest-Werte hat unsere SecureLine?


Die Bezeichnungen M30 und M50 dienen bei uns zur Unterscheidung der Leistungsstufen. Für die technische Bewertung ist immer der vollständige Prüfcode im Zertifikat der konkreten Ausführung maßgeblich. Für statische SecureLine-Ausführungen gelten eigene Prüfwerte.

SecureLine-AusführungPrüffahrzeugGeschwindigkeitWinkelEindringtiefe
HY-M307.200 kg / N2A48 km/h90°-0,2 m
HY-M507.200 kg / N2A80 km/h90°0,7 m

Welche Normen gelten für Anti-Terror-Poller?


Viele bestehende Fahrzeugsicherheitsbarrieren wurden nach IWA 14-1:2013 geprüft. Auch die oben genannten SecureLine-Prüfwerte sind in dieser Systematik dokumentiert. IWA 14-1:2013 ist inzwischen zurückgezogen und wurde durch ISO 22343-1:2023 als aktuelle internationale Norm für Leistungsanforderungen, Anprallprüfung und Leistungsbewertung von Fahrzeugsicherheitsbarrieren ersetzt.

PAS 68:2013 ist eine ältere britische Prüfspezifikation und ebenfalls zurückgezogen. Bestehende, korrekt durchgeführte Prüfungen werden dadurch nicht nachträglich in einen neuen Prüfcode umgerechnet. Maßgeblich bleibt die Spezifikation, nach der die konkrete Ausführung geprüft und dokumentiert wurde.

Sperrlinie aus Anti-Terror-Pollern auf einem öffentlichen Platz

Warum gehören Poller, Fundament und Einbau zusammen?


Ein Anprallversuch bewertet nicht nur das sichtbare Sperrelement. Die auftretende Energie wird über das Pollersystem und die Fundamentierung in den Untergrund eingeleitet. Der Prüfnachweis bezieht sich deshalb auf die getestete Gesamtkonfiguration.

Werden Fundamentierung, Abstände oder andere maßgebliche Einbaudetails gegenüber der geprüften Konfiguration verändert, kann die nachgewiesene Leistung nicht ohne Weiteres übertragen werden. Bei unserer SecureLine wird das abgestimmte Fundamentsystem deshalb als Bestandteil der Gesamtlösung mitgeliefert und werkseitig vorbereitet. Wir bieten jedoch auch Sonderlösungen an, diese werden im Projektablauf eingebunden.

Was ist die Sperrlinie?

Die Sperrlinie ist die gedachte Linie, an der die Fahrzeugsicherheitsbarriere angeordnet ist und auf die sich die gemessene Eindringtiefe bezieht. Für einen wirksamen Zufahrtsschutz muss diese Linie als Gesamtsystem betrachtet werden.

Mauern, geeignete Höhenversätze, feste Poller oder andere ausreichend widerstandsfähige bauliche Elemente können in das Schutzkonzept einbezogen werden. Die im Crashtest gemessene Eindringtiefe ist dabei ein wichtiger Planungswert, aber nicht automatisch mit dem gesamten erforderlichen Sicherheitsabstand gleichzusetzen. Der Abstand zu Menschen, Fassaden, Bühnen oder anderen Schutzzielen muss standort- und risikobezogen festgelegt werden.

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Prüffahrzeug nach dem Anprallversuch an einer BikeLine

BikeLine als seitlicher Lückenschluss


Neben den automatisch versenkbaren SecureLine-Pollern kann unsere BikeLine in geeigneten Projekten als gestalterischer Lückenschluss eingesetzt werden, beispielsweise zwischen einer beweglichen Durchfahrt und einem ausreichend widerstandsfähigen seitlichen Abschluss wie einem Gebäude oder einer anderen festen Begrenzung.

Die BikeLine wurde in eigener Konfiguration nach ISO 22343-1:2023 geprüft. Im Anprallversuch mit einem Prüffahrzeug der Klasse N2A bei 48 km/h wurde die Leistungsbewertung V/7200[N2A]/48/90:-0,1/15,3 erreicht. Damit lässt sich die BikeLine nicht nur als funktionales Stadtmöbel beziehungsweise Fahrradbügel, sondern, bei passender Planung und geprüfter Einbausituation, als Bestandteil einer geschlossenen Sicherungslinie einsetzen.

Die SecureLine bleibt bei uns die Grundlage für bewegliche Hochsicherheitsdurchfahrten. BikeLine wird ergänzend und projektspezifisch in das Gesamtkonzept eingebunden.

SecureLine crashgeprüfter Anti-Terror-Poller
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BikeLine geprüfter Lückenschluss
BikeLine
Statische Poller

Wie entsteht ein Schutzkonzept für den Perimeterschutz?


SchrittWas wird geklärt?Ergebnis für die Planung
1. Schutzziel und SchutzbedarfWer oder was soll geschützt werden? Welche Nutzung und Personendichte liegen vor?Grundlage für das erforderliche Schutzniveau
2. Perimeter und AnfahrwegeWo verläuft die Sperrlinie? Welche Anfahrwege und realistischen Geschwindigkeiten sind möglich?Anordnung der Barrieren und erforderliche Leistungsstufe
3. Abstände und DurchfahrtenWelche Bereiche liegen hinter der Sperre? Wer muss passieren: Feuerwehr, Rettungsdienst, Lieferverkehr?Zulässige Eindringtiefe und Zahl beweglicher Poller
4. Randbedingungen und BetriebLeitungen, Untergrund, Barrierefreiheit, Denkmalschutz, Steuerung, Notbetrieb und WartungMachbarkeit, technische Ausführung und Betriebsablauf

Wann ist ein Anti-Terror-Poller sinnvoll?


Ob ein Standort einen crashgeprüften Hochsicherheitspoller benötigt, ergibt sich aus Schutzbedarf und Zufahrtsschutzkonzept. Zu prüfen ist unter anderem, ob Fahrzeuge das Schutzziel direkt erreichen können, welche Geschwindigkeit auf dem Anfahrweg realistisch ist, wie viele Menschen sich im Schutzbereich aufhalten und welche Folgen ein Durchbruch hätte.

Geht es dagegen ausschließlich darum, unerwünschtes Parken zu verhindern oder eine Zufahrt organisatorisch zu regeln, ist ein Hochsicherheitssystem häufig nicht erforderlich.

Anti-Terror-Poller und BikeLine sichern einen innerstädtischen Bereich

Wo werden Anti-Terror-Poller eingesetzt?


Crashgeprüfte Fahrzeugsicherheitsbarrieren werden insbesondere dort eingesetzt, wo Menschenmengen oder besonders schutzbedürftige Objekte gegen unbefugtes Einfahren beziehungsweise Fahrzeugangriffe abgesichert werden sollen. Typische Einsatzorte sind Innenstädte und Fußgängerzonen, Stadien und Veranstaltungsflächen, Behörden- und Verwaltungsgebäude, Gewerbe- und Unternehmensstandorte sowie Objekte der kritischen Infrastruktur.

In vielen Projekten besteht eine wirtschaftlich und betrieblich sinnvolle Lösung aus wenigen automatisch versenkbaren SecureLine-Durchfahrten und festen beziehungsweise ergänzenden Sicherungselementen entlang des übrigen Perimeters.

Was sollte vor einer Ausschreibung oder Beschaffung geklärt sein?


PunktWarum er wichtig ist
Schutzziel und SchutzbedarfBegründet, warum eine bestimmte Anprallleistung gefordert wird.
Prüfspezifikation und PrüfcodeSorgt dafür, dass technisch vergleichbare Systeme angeboten werden.
Sperrlinie und AnfahrgeschwindigkeitBestimmen die erforderliche Leistungsstufe und die Anordnung.
Fundament und EinbaukonfigurationMüssen zum geprüften System und zum konkreten Standort passen.
Feste und bewegliche BarrierenBewegliche Durchfahrten bestimmen Technik, Betrieb und einen wesentlichen Teil der Kosten.
Barrierefreiheit und RettungswegeFußgänger, Rollstühle, Feuerwehr und Rettungsdienst müssen mitgedacht werden.
Bedienung und NotbetriebZum Beispiel Funk, RFID, Phone Access, Kennzeichenerkennung, Notabsenkung oder EFO.

Unsere SecureLine: von der Planung bis zum Betrieb


Wir liefern die Hochsicherheitsanlage als abgestimmtes System. Je nach Projekt umfasst die Leistung Vorplanung und technische Auslegung, Fertigung im Werk, Fundamentsystem, Steuerung und Zutrittskomponenten, Lieferung, Einbau, Inbetriebnahme sowie Service.

Die werkseitig vorbereiteten Fundament- und Systemkomponenten reduzieren den Aufwand auf der Baustelle und ermöglichen kurze, planbare Einbauzeiten. Bei geeigneten Bedingungen können Polleranlagen innerhalb eines Arbeitstages gesetzt und montiert werden; Umfang und Dauer hängen von Stückzahl, Tiefbau, Leitungen, Untergrund und Anlagenkonfiguration ab.

Für die externe Dokumentation werden freigegebene Datenblätter und die jeweiligen Zertifikate der ausgewählten Ausführung verwendet. Der vollständige Prüfbericht ist dafür nicht erforderlich.

Wo sind unsere Anti-Terror-Poller im Einsatz?


SecureLine-Anlagen sind an unterschiedlichen sicherheitsrelevanten Standorten in Deutschland und Europa im Einsatz, unter anderem in Innenstädten, im Umfeld öffentlicher Einrichtungen, an Veranstaltungsorten und an Gewerbeobjekten.

Häufig gestellte Fragen zu Anti-Terror-Pollern


Was ist ein Anti-Terror-Poller?

Ein Anti-Terror-Poller ist eine Fahrzeugsicherheitsbarriere, deren Widerstand gegen einen definierten Fahrzeuganprall praktisch geprüft wurde. Im Test trifft ein reales Prüffahrzeug mit festgelegter Masse, Geschwindigkeit und Anprallwinkel auf das System. Gemessen wird unter anderem, wie weit das Fahrzeug die definierte Sperrlinie überschreitet.

Was ist der Unterschied zwischen einem Absperrpoller und einem Anti-Terror-Poller?

Ein normaler Absperr- oder Verkehrspoller dient in erster Linie der Verkehrslenkung und Zufahrtskontrolle. Ein crashgeprüfter Poller besitzt darüber hinaus einen dokumentierten Anprallnachweis für eine konkrete Systemkonfiguration. Optisch können beide Systeme ähnlich aussehen, maßgeblich sind deshalb der vollständige Prüfcode und das zugehörige Zertifikat.

Welche Norm gilt heute für Anti-Terror-Poller?

IWA 14-1:2013 ist inzwischen zurückgezogen und wurde durch ISO 22343-1:2023 als aktuelle internationale Norm für Leistungsanforderungen, Anprallprüfung und Leistungsbewertung von Fahrzeugsicherheitsbarrieren ersetzt. PAS 68:2013 ist eine ältere britische Prüfspezifikation und ebenfalls zurückgezogen.

Werden alte Prüfungen nach IWA 14-1 dadurch ungültig?

Nein. Bestehende, korrekt durchgeführte Prüfungen werden nicht nachträglich in einen neuen Prüfcode umgerechnet. Maßgeblich bleibt die Spezifikation, nach der die konkrete Ausführung geprüft und dokumentiert wurde.

Welche Crashtest-Werte erreicht die SecureLine?

Die Ausführung HY-M30 wurde mit einem Prüffahrzeug von 7.200 kg der Klasse N2A bei 48 km/h und 90 Grad geprüft, die Eindringtiefe beträgt -0,2 m. Die Ausführung HY-M50 wurde mit demselben Prüffahrzeug bei 80 km/h und 90 Grad geprüft, die Eindringtiefe beträgt 0,7 m.

Warum zählt beim Anti-Terror-Poller das Gesamtsystem?

Ein Anprallversuch bewertet nicht nur das sichtbare Sperrelement. Die auftretende Energie wird über das Pollersystem und die Fundamentierung in den Untergrund eingeleitet. Der Prüfnachweis bezieht sich deshalb auf die getestete Gesamtkonfiguration.

Was ist die Sperrlinie?

Die Sperrlinie ist die gedachte Linie, an der die Fahrzeugsicherheitsbarriere angeordnet ist und auf die sich die gemessene Eindringtiefe bezieht. Für einen wirksamen Zufahrtsschutz muss diese Linie als Gesamtsystem betrachtet werden.

Ist die Eindringtiefe gleich dem Sicherheitsabstand?

Nein. Die im Crashtest gemessene Eindringtiefe ist ein wichtiger Planungswert, aber nicht automatisch mit dem gesamten erforderlichen Sicherheitsabstand gleichzusetzen. Der Abstand zu Menschen, Fassaden, Bühnen oder anderen Schutzzielen muss standort- und risikobezogen festgelegt werden.

Ist die BikeLine crashgeprüft?

Die BikeLine wurde in eigener Konfiguration nach ISO 22343-1:2023 geprüft. Im Anprallversuch mit einem Prüffahrzeug der Klasse N2A bei 48 km/h wurde die Leistungsbewertung V/7200[N2A]/48/90:-0,1/15,3 erreicht.

Wo werden Anti-Terror-Poller eingesetzt?

Typische Einsatzorte sind Innenstädte und Fußgängerzonen, Stadien und Veranstaltungsflächen, Behörden- und Verwaltungsgebäude, Gewerbe- und Unternehmensstandorte sowie Objekte der kritischen Infrastruktur.

Wie lange dauert der Einbau einer Polleranlage?

Bei geeigneten Bedingungen können Polleranlagen innerhalb eines Arbeitstages gesetzt und montiert werden. Umfang und Dauer hängen von Stückzahl, Tiefbau, Leitungen, Untergrund und Anlagenkonfiguration ab.

Welche Unterlagen gibt es für die Dokumentation?

Für die externe Dokumentation werden freigegebene Datenblätter und die jeweiligen Zertifikate der ausgewählten Ausführung verwendet. Der vollständige Prüfbericht ist dafür nicht erforderlich.